Cyber-Mobbing

Mein Kind wird gemobbt

  • Bleiben Sie zunächst ruhig, auch wenn es vielleicht auch für Sie schwer ist, die Mobbing-Inhalte zu lesen.
  • Nehmen Sie das auf, was Ihr Kind zu sagen hat. Schauen Sie sich an, was passiert ist. Machen Sie Ihr Kind nicht für das Mobbing verantwortlich, sondern beruhigen Sie es und hören Sie ihm ernsthaft zu.
  • Sagen Sie Ihrem Kind, nicht zu antworten. Dies verstärkt nur das Mobbing und ist kein Lösungsansatz. Für den Autor der Mobbing-Nachrichten ist das Fehlen einer Reaktion vielleicht Grund genug, damit aufzuhören.
  • Blockieren Sie den Absender der Nachrichten oder SMS. Vergessen Sie aber nicht, in schlimmeren Fällen ein Bildschirmfoto mit der „PrntScr“ bzw. „Drucken“-Taste der Tastatur anzufertigen und mit einem Graphikprogramm oder einer Textverarbeitung abzuspeichern. Dies kann für die Aufklärung später hilfreich sein. Es ist wichtig, dass Datum und Uhrzeit auf dem Bild erkennbar sind.
  • Wenn Ihr Kind in einem Chatraum gemobbt wurde können Sie oft auch den Moderator kontaktieren, um den Mobber aus dem Chat zu verbannen.
  • Wenn das Mobbing im Umfeld der Schule stattfindet, kontaktieren Sie auch den oder die Klassenlehrerin. Fragen Sie, ob sich das Verhalten Ihres Kindes in der Schule verändert hat. Meistens sind die Mobbing-Täter auch bekannt oder im Bekanntenkreis Ihres Kindes. Das Einschalten der Schule könnte eine Vermittlung oder Versöhnung anstoßen.
  • In schlimmen Fällen oder solchen, die sehr lange dauern können Sie auch die lokale Polizei informieren. Dann sind allerdings Beweismittel nötig –  hier können Sie die angefertigten Bildschirmfotos oder Logdateien weiter geben.
  • Bedenken Sie, welchen Einfluss das Cyber-Mobbing auf Ihr Kind haben kann. Mobbing kann das Selbstwertgefühl eines Kindes herab setzen und Schuldgefühle erwecken. Ihr Kind braucht in diesem Fall ein offenes Ohr und Ihre Hilfe.

Weiter >