FAQ - Häufig gestellte Fragen

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Surfen

Generell ist es unmöglich, fest zu legen, ab wann ein Kind „reif“ genug ist, digitale Medien zu nutzen. Ein 10-jähriger, der bei dem Umgang richtig begleitet und unterstützt wird ist wohl weniger den Risiken ausgesetzt als ein 14-jähriger, der vor dem Computer alleine gelassen wird. Darum lautet unser Rat: nutzen Sie das Internet zusammen mit Ihrem Kind. Fragen Sie nach, auf welche Seiten ihr Kind geht und beobachten Sie, wie es sich dort verhält. Sprechen Sie mit ihm verschiedene Risiken an und geben sie Tipps, wie man sie umgehen kann. So behält Ihr Kind den Reflex, Sie bei Problemen um Rat zu fragen und Sie können besser einschätzen, was für Ihr Kind geeignet ist und was nicht.

Ein Kind zwischen 9 und 16 Jahren ist durchschnittlich 88 Minuten pro Tag im Internet. In Belgien gehen 95% der Jugendlichen mindestens einmal pro Woche ins Internet – ein Kind von drei zwischen 9 und 10 Jahren täglich. Diese Zahl steigt mit dem Alter: 80% der 15-16-jährigen gehen jeden Tag ins Internet.

Man kann vom Internet und von Computerspielen abhängig werden, wie man von Fernsehen, Softdrinks, Schokolade etc. abhängig werden kann. Darum ist es wichtig, klare Absprachen über die erlaubten Internet- bzw. Spielzeiten zu treffen. Als Elternteil ist es Ihre Aufgabe, die Internetnutzung Ihrer Kinder zu regeln. Was dabei akzeptabel ist, ist von Familie zu Familie unterschiedlich.

Wenn Sie sich über die übermäßige Nutzung des Internets oder von Computerspielen bei Ihrem Kind Sorgen machen, beobachten Sie sein Verhalten. Wenn sich das Verhalten plötzlich ändert, fragen Sie sich ob das am Spielen liegen kann oder andere Gründe haben könnte.

Für mehr Informationen können Sie http://www.cliniquedujeu.be/ (auf Französisch) besuchen, oder die Hotline des Kompetenzzentrums Verhaltenssucht der Uni Mainz anrufen: 0049 800 1 529 529

Am besten ist es, wenn Sie regelmäßig mit Ihren Kindern surfen und sie fragen, auf welche Seiten sie gehen. Sie können auch in den „Temporären Internet-Dateien“ nach sehen (gehen Sie bei Internet Explorer auf „Internetoptionen“, dann „Allgemein“, „Verlauf“ und „Einstellungen“, dann „Dateien ansehen“. Im Firefox finden Sie den Verlauf unter „Verlauf“ und „gesamten Verlauf ansehen“). Sie müssen allerdings wissen, dass in diesen Verzeichnissen auch Webseiten gespeichert werden, die ungewollt geöffnet und dann wieder geschlossen wurden.

Es gibt in Belgien eine Meldestelle für rassistische Inhalte: www.cyberhate.be (F/NL). Das deutsche Pendant finden Sie unter www.hass-im-netz.info.

Bei Bildern von sexuell missbrauchten Kindern (oft fälschlich als „Kinderpornographie“ bezeichnet) gibt es die Meldestelle www.stopchildporno.be.

Es gibt ebenfalls die Federal Computer Crime Unit (FCCU) der föderalen Polizei, die sich um Internet-Kriminalität kümmert. Hier kann man den Verdacht von Missbrauch im Internet oder extreme Fälle von Cybermobbing anzeigen. Dafür können sie in ein Kommissariat der lokalen Polizei gehen, wenn Sie „Beweismittel“ haben (Bildschirmfotos, Chatprotokolle etc., immer mit dem Datum und der Uhrzeit des Vorfalles). Die FCCU erreichen Sie unter der Internet-Adresse www.ecops.be.

Es gibt keinen Grund, sich Sorgen zu machen. Das Internet bietet große Vorteile und Chancen für Kinder und Jugendliche, aber wenn Ihr Kind keine Lust darauf hat, ist das seine Wahl. Sie sollten deswegen keine Sorgen machen.

„Pass auf, sonst hacke ich Deinen Computer“ oder „Ich werde Dein Chat-Konto blockieren“, sind einige Drohungen, die man oft von Cybermobbern hört. Sicher, es gibt Hacker und sie können Schaden anrichten, aber dafür braucht man ein gehöriges Maß von Informatikkenntnissen. Nur sehr wenige Menschen sind wirklich dazu in der Lage. Meistens sind solche Drohungen also reiner Bluff.

Darüber hinaus denken Personen manchmal, dass jemand ihren Computer gehackt hat, weil dieser sich plötzlich seltsam verhält. Meistens ist das jedoch ein Virus.

Zwischen fünf und sieben Jahren fangen Kinder an, den Unterschied zwischen guten und bösen Absichten von anderen Menschen zu machen. Sie merken, dass die Welt nicht nur voller Unterstützens werter Dinge ist. Glücklicherweise verstehen sie auch, dass niemand vollständig gut oder vollständig böse ist.

Kinder stellen oft eine große Zahl von Fragen darüber, warum etwas in ihrem Leben oder im Fernsehen passiert. Warum machen diese Menschen etwas, was verboten ist? Es ist wichtig, diese Fragen ehrlich zu beantworten. So lernen Kinder, was in der Welt passiert und dass es gute und schlechte Dinge gibt.

Übertreiben Sie nicht dabei, die Risiken hervor zu heben. Erklären Sie Ihren Kindern, dass immer etwas passieren kann, aber erklären sie gleichzeitig dass das Internet normalerweise eine Quelle guter Erfahrungen ist. Bringen Sie ihnen bei, auf zu passen, aber ohne Angst vor allem und jedem zu haben.

Grundsätzlich ist der elektronische Personalausweis dafür entwickelt worden, zusätzliche Sicherheit zu bieten. Dies muss man aber relativieren. Es ist immer noch möglich, sich mit dem Personalausweis eines anderen zu verbinden. Außerdem gibt es nur sehr wenige Webangebote, die den elektronischen Ausweis verwenden. Alle Freizeitaktivitäten funktionieren beispielsweise nur mit einer Identifizierung per E-Mail-Adresse, nicht über den Personalausweis.

Bringen Sie Ihrem Kind vor allem bei, was persönliche Daten sind: Name, Adresse, Telefonnummer etc. Wenn Sie zusammen eine E-Mail-Adresse erstellen, geben Sie so wenig persönliche Daten wie möglich an. Wählen Sie einen neutralen Login-Namen, mit dem sich Ihr Kind identifizieren kann. Diese E-Mail-Adresse wird es ihm erlauben, sich auf allen möglichen Webseiten anzumelden, ohne persönliche Daten preis zu geben.

Die Regel ist dieselbe für Facebook, SchuelerVZ, Netlog usw. Bringen Sie Ihrem Kind bei, so wenig Information wie möglich auf seinem Profil zu veröffentlichen. Das, was auf einem Profil steht, ist oft für jeden sichtbar, und das schließt Menschen mit falschen Hintergedanken ein.

Während der Pubertät sind Jugendliche – oder zumindest manche Jugendliche – aktiv auf der Suche nach Pornografie im Internet. Ihre Hormone sind am Kochen, und da ist es sinnlos, ihnen das beim Surfen zu verbieten. Wenn Sie Ihren Sohn dabei überraschen, Pornografie an zu sehen, nutzen Sie die Gelegenheit, über sexuelle Erziehung zu reden.

Sie können zum Beispiel von der vereinfachten und beschränkten Art von Sexualität reden, die man auf den meisten Pornoseiten sehen kann. Die meisten Pornos beschränken sich nur auf „den Akt“ und schweigen über den Rest. Sie können auch über das unrealistische Bild der immer erregten und provokativen Frau reden.

Klären Sie Ihren Sohn darüber auf, dass sich der Sex im Internet, sowie der Sex im Fernsehen, oft sehr stark von der Realität unterscheidet. Zeigen Sie Ihrem Sohn auch einige Webseiten, die gute Informationen zur Sexualität bieten:

www.loveline.de

www.sexsicher.de

Ihr Sohn findet auch unter www.clicksafe.be/jongeren/q=fr mehr Informationen zum Ansehen von Pornofilmen (auf Französisch)

Diese Antwort beruht auf: Pardoen, J. und Pijpers, R. (2006): Verliefd op internet. Over het internetgedrag van pubers. Amsterdam: SWP.

Herunterladen

Das Teilen von Dateien oder Filesharing setzt voraus, dass ein bestimmtes Programm installiert ist, mit dem andere Benutzer auf Ihre Festplatte zugreifen und manche Dateien herunter laden können. Diese Programme heißen Kazaa, Limewire, Gnutella.... der neue Windows Live Messenger bietet nun auch an, dass man Dateien herunter laden kann.

Jugendliche amüsieren sich im Internet auch dadurch, dass sie Musik, Filme und Videoclips herunter laden. Aber ist es legal, was sie tun? Oder besser gesagt, ab wann ist ein Download illegal?

Das Herunterladen ist immer dann illegal, wenn das Urheberrecht verletzt wird. Eine Plattform, auf der Musik, Videos etc. ohne Zustimmung des Autors ausgetauscht werden ist damit illegal. Es gibt aber auch Webseiten, auf denen man legal herunter laden kann. Mache sind eine Art Musikladen im Internet, aber es gibt auch kostenlose Seiten, die das Urheberrecht beachten.

Übrigens ist das „Streaming“ von Inhalten, also Ansehen auf Seiten wie YouTube, die kein ganzes Musikstück auf der Festplatte speichern, weitgehend legal.

Sprechen Sie mit Ihrem Kind über das Herunterladen und was es bedeutet. Erklären Sie ihm auch das Prinzip des Urheberrechts und dass es wichtig ist, es zu beachten.

Spielen

Als Eltern müssen Sie bestimmen, was die Zeitgrenzen sind, die Sie Ihren Kindern beim Spielen setzen – genau so, wie Sie die Zeit vor dem Fernseher beschränken. Sehen Sie sich mit Ihrem Kind an, welche Spiele es spielt und überlegen Sie sich dabei, wie viel Zeit es spielen darf. Natürlich wird Ihr Kind nicht sehr glücklich sein, aufzuhören wenn es gerade davor ist, ein neues Level zu erreichen. Spiele sind aber immer darauf ausgelegt, dass das nächste Level nicht weit ist, und ein Spielstand lässt sich problemlos speichern.

Es wird nicht oft in den Medien erwähnt, aber Spiele haben auch positive Effekte, wie etwa:

  • Erlernen von motorischen Fähigkeiten
  • Verbessern der Koordination zwischen der Hand und dem Gehirn
  • Entwickeln von Problemlösungs-Fähigkeiten
  • Stimulieren von Kreativität
  • Entscheidungen treffen
  • Das Konzept von Raum und Graphik entwickeln
  • Sprachfähigkeit erlernen
  • Teamgeist entwickeln
  • Strategisches Denken üben

Dies sind eine Auswahl von positiven Effekten von Computerspielen, die die Forschung bisher geliefert hat.

Spiele können auch einen wichtigen sozialen Aspekt haben. Regelmäßig mit oder gegen andere zu spielen bringt es mit sich, einige soziale Fähigkeiten zu entwickeln und Teamgeist zu lernen. Um Risikosituationen zu vermeiden, sollten Sie Ihrem Kind bei bringen, über welche Themen man beim Spielen reden kann, und über welche nicht. Meistens gehen Diskussionen bei Spielen nur um das Spiel selbst. Oft kennen sich die Spieler nicht im richtigen Leben. Aus diesem Grund sollten persönlichere Gespräche vermieden werden.

Computerspiele haben ein sehr negatives Image. Es wird oft gesagt, dass sie für gewalttätiges und aggressives Verhalten bei Jugendlichen verantwortlich sind, dass sie abhängig machen und dazu führen, dass Kinder sich sozial isolieren. Durch die Wissenschaft wurde bisher jedoch keine direkte Verbindung zwischen aggressivem Verhalten und Computerspielen nachgewiesen. Verschiedene Forschungsprojekte hatten unterschiedliche Ergebnisse. Meistens kam heraus, dass nicht Computerspiele das Problem sind, sondern die Persönlichkeit des Spielers und wie er das Spiel sieht. Eine Minderheit von Computerspielern können nicht mehr zwischen Realität und Spielwelt unterscheiden und verhalten sich aggressiv. Darum ist es wichtig, mit Ihrem Kind über seine Spiele zu reden, und auf den Unterschied zwischen der Spielwelt und der richtigen Welt hin zu weisen.

Es ist wichtig, dass Sie die Spiele für Ihr Kind auswählen. Um zu wissen, was in einem Spiel drin steckt, ist es am besten, sie spielen selbst ein bisschen! So können Sie heraus finden, ob Sie mit dem Prinzip und den Zielen des Spieles einverstanden sind. Es gibt auch einige andere Kriterien. Auf jedem Spiel finden Sie Angaben zum Alter, für das das Spiel angemessen ist und zum Inhalt des Spieles. Für Online- und Offline-Spiele gibt es das System PEGI (Pan-European Game Information System) bzw. in Deutschland das System USK (Unterhaltunssoftware-Selbstkontrolle) Beide Systeme wurden entwickelt, um Jugendliche vor unpassenden Inhalten zu schützen.

Es ist auch wichtig, dass Sie mit Ihrem Kind reden und so heraus finden, ob Sie damit einverstanden sind, was Ihr Kind spielt oder nicht.

Man kann vom Internet und von Computerspielen abhängig werden, wie man von Fernsehen, Softdrinks, Schokolade etc. abhängig werden kann. Darum ist es wichtig, klare Absprachen über die erlaubten Internet- bzw. Spielzeiten zu treffen. Als Elternteil ist es Ihre Aufgabe, die Internetnutzung Ihrer Kinder zu regeln. Was dabei akzeptabel ist, ist von Familie zu Familie unterschiedlich.

Wenn Sie sich über die übermäßige Nutzung des Internets oder von Computerspielen bei Ihrem Kind Sorgen machen, beobachten Sie sein Verhalten. Wenn sich das Verhalten plötzlich ändert, fragen Sie sich ob das am Spielen liegen kann oder andere Gründe haben könnte.

Für mehr Informationen können Sie http://www.cliniquedujeu.be/ (auf Französisch) besuchen, oder die Hotline des Kompetenzzentrums Verhaltenssucht der Uni Mainz anrufen: 0049 800 1 529 529